Entertainment for the braindead (Eftb) / Nochbesserleben

Tja, der sperrige Name lässt eher eine schwitzende, laute Metalband vermuten als die zierliche Julia Kotowski. Doch zum Glück spielten gestern Abend im Nochbesserleben keinen biergetränkten Rocker sondern die Lo-Fi-exhalierende Kölner Musikerin.
Und was soll man anderes dazu sagen als fantastisch? Großartig vielleicht. Oder berührend. Auf jeden Fall das Kommen 1000x Wert.
Im gedämpften Licht des Salons im Nochbesserleben, inmitten von den Rot-, Orange-, und Grüntönen der Lampen, umgeben vom feinen Dunst des Weins und der Zigaretten spielte Julia wunderbare Musik, deren Einordnung wohl am besten auf ihrem cllct-Profil gelungen ist. Irgendwo zwischen »Acoustic Lo-Fi Pop« und »Folkish Lullabies«.
Gitarre, Ukulele, Papier, Stimme, Hände, Flöte. Daraus kann man grandiose Musik machen.
Besonders eindrucksvoll war der Aufbau der Songs per Loopmachine. (Fast) Jeder Song basierte auf live eingespielten Loops der Instrumente und führte die einzelnen Ebenen der Musik auf die wundervollste Art in eine Synthese.
Doch bevor ich noch weiter daher schwafele, empfehle ich einfach diese Musik anzuhören, nein, zu genießen. Wer dies tun möchte, kann sich die beiden (Hydrophobia & Hypersomnia) bisher erschienen Alben kostenlos runterladen.
Etwas weiterer Lesestoff: Kammerflimmern, Ukulelehunt, Metawelle

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